Logbuch des Textfabrikanten.
die kälte ermüdet mich. wie mich all die anderen dinge ermüden die zu erledigen sind bevor ich mich hinsetzen kann um zu schreiben. dabei bin ich immer nur schriftsteller gewesen. ich bin nie für mehr angetreten.
als vater werde ich gebraucht. zumindest denke ich das.
als ehemann bin ich nicht unersetzbar und hoffe es doch.
manche sprechen mich als homo politicus an.
einige sind erfreut das ich mich als verleger ihrer bücher betätige. manche finden das entbehrlich.
einer zumindest - mein amsberater - würde mich gerne als lohnarbeiter sehen.
aber wieviele sprechen mich tatsächlich als das an was ich bin?
die kann ich an einer hand abzählen.
aber weil ich nicht von einer hand in meinen mund leben kann werde ich weiter all das tun was ich tun muß und wofür ich gebraucht werde. auch wenn meine müdigkeit dadurch nicht weniger wird. auch wenn die textfmanufactur dadurch zu einer mehr als pervertierten tätigkeit verkommt. mit ihr versuche ich meinen schläfrigen willen nach ruhe und sanftmut zu stärken. so als hätte das eine leben mit dem anderen irgendetwas gemein.
die gemeinheit im leben der menschen besteht ja eben darin daß sie selten bekommen was sie sich zugestehen sondern häufig nur das was ihnen zugestanden wird.