Logbuch des Textfabrikanten.
ich befürchte daß ich der linguistik nicht in dem maße gewachsen sein werde wie sich der vortragende doktor das wünscht. ich bin willens. doch mir fehlt das tiefere verständnis für die notwenidgkeit dieses wissens um die geheimnisse der aussprache. ich denke ich werde nicht in die verlegenheit kommen in einem tiroler dorf einen aussterbenden dialekt zu tranksirbieren um anschließend mit einer minimalpaaranalyse deren phoneme zu entschlüsseln.
mir fehlt schlichtweg das gehör dafür.
ich liebe regelsysteme. ich lerne gerne. aber ich kann mir von dem gelernten nur das merken was sich in meinen bestehenden wissensfundus integrieren läßt. die linguistik ist meinem bisherigen wissen artfremd. ich muß erst einen urschlamm für dieses wissen schaffen auf dem es wachsen und gedeihen kann. damit es anschließend zu dem hinleiten kann was ich bereits an wissen angehäuft habe.
doch dafür fehlt mir schlichtweg die zeit.
das ist auch der grund warum ich nicht weiß ob ich der linguistik gewachsen sein werde. ob es für mehr reichen wird als ein paar grundbegriffe. für die minimalanforderung. für eine feldforschung wird es nicht genügend sein.