Logbuch des Textfabrikanten.
es müsste spannend sein einen text zu schreiben der sich selbst analysiert während er geschrieben wird. noch im schreiben werden seine schwachpunkte und problemzonen aufgezeigt. das theoretisch festgehaltene in der praxis erprobt. mit exkursen. mit verweisen. kleinen abhandlungen zu thema und autor. sichtbar soll werden: was will der text. was kann er. was muss er. sichtbar soll werden wie literatur entsteht. wie sie sich in der realität verwirklicht. wie ihr wirklichkeitsgehalt steigt. von seite zu seite. und von der wirklichkeit zurückkehrt in die realität. zum autor. zum ersten leser des textes überhaupt: seinem produzenten. der text als sezierte einheit. doch nicht überlassen den lesern und germanisten. nein. ein vom autor selbst zerstückeltes sein. ein vom autor als stück realisierte wirklichkeit die vom produzenten verfolgt wird als wär es schon jetzt nur ein historisches zitat. verfolgt bis in den letzten dunkelsten Winkel ihrer existenz und erscheinungsform. bis nichts übrig bleibt. nur das was literatur im grunde ist: die verwirklichung der welt. ziel der literatur ist nicht bloße weltbeschreibung sondern vor allem auch welterschaffung. das macht die literatur für den produzenten und für den konsumenten gleichermaßen reizvoll.