Logbuch des Textfabrikanten.
ein roman muss her. ohne einen roman der von der kritik gelobt und von den preisverleihern bedacht und von den lesern gekauft wird kann ein autor heute nicht mehr ins herzland der deutschen literaturgeschichte vordringen. der roman ist zur heiligen kuh der deutschen literatur geworden. nichts ist klein genug oder seltsam genug um nicht mit dem etikett roman versehen zu werden. unter denen die romane schreiben hausen die lyriker und erzähler. manch ein autor blutet sich aus bei dem versuch einen roman zu schreiben und verplemert so seine zeit die er als lyriker besser zugebracht hätte. ich werde meinen roman zu ende bringen. ich muss meinen roman zu ende bringen. ohne roman kein literarisches auskommen und kein publizistisches einkommen. ein autor der romane schreibt hat es in diesem land schon schwer. aber einer der keine schreibt existiert ohnehin nicht. die wahrnehmungsschwelle von österreichischen romanen ist schon äußerst prekär aber die von lyrikern und erzählern liegt unter allem was sich autoren in diesem land auf grund ihrer literarischen qualitäten erwarten dürften.