Logbuch des Textfabrikanten.
eines tages begann ich meine gedanken über gedichte aufzuschreiben. dafür gab es mehrere gründe. erstens habe ich mich dem gedicht seit anbeginn meines schreibens verschrieben. zweitens habe ich mir als leser über die jahrzehnte gedichte erlesen. drittens habe ich als forscher den geheimnissen der verse nachgespürt. doch all das hat mich nicht bewegen können über gedichte anders zu schreiben als in einem gedicht. doch dann kam dieser eisige tag. ein tag im februar. ein tag mit sonne und ersten eisrändern auf dem see. ein kalter tag. ein tag der nicht zum verweilen in der natur einlud. meine frau abwesend. die zeit stand seit langem für zwei minuten still. ein spalt zeichnete sich ab zwischen dem was zu tun war und dem was zu schreiben blieb. ich nahm gedichte von thomas bernhard zur hand und las: lang schon leb ich nicht mehr von meiner schenke. vater mutter blieben mir nur als tempel. die welt die ich erfand ernährt mich wenn auch die verse und die überreste des fleisches von brot und rückkehr wein und fruchtbarkeiten handeln.