Overblog Alle Blogs Top-Blogs Mode, Kunst & Design
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Logbuch des Textfabrikanten.

Werbung

Über das heimisch werden

Gestern auf einer lesung in rußbach gewesen. Gelesen wurde aus dem roman haus im windhag. Das schicksal einer frau aus st. wolfgang das aus dem neunzehnten jahrhundert in das zwanzigste hinüberreichte. Zwischen den einheimischen und zweiheimischen sitzend einiges über den ort erfahren. Gleichzeitig habe ich mich hier noch nie so fremd gefühlt wie gestern abend. Da saßen sie und lauschten dem wunderbaren vortrag und wußten nichts davon daß heute alles so ist wie damals. Mühsal und plage sind für manche nicht mehr körperlich zu spüren. Doch das elend ist nicht verschwunden.

Es sticht mir ins auge.

Wohin ich auf diesem heiligen boden trete atmet er mißgunst und neid.

Der soviel von kirche und politik beschworene soziale zusammenhalt verwandelt sich im angesicht der geschäftemacherei und politischen ignoranz in einen gotteslästerlichen meineid.

Nirgendwo auf der welt fühlte ich mich bisher so fremd wie gestern in rußbach als die sozialromantiker das elend früherer zeiten hervorzauberten um für eine stunde das elend von heute vergessen zu machen.

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post