Logbuch des Textfabrikanten.
mit vätern habe ich reichlich erfahrungen gesammelt. am ende bin ich wider besseres wissen selbst ein vater geworden. auch ich habe einen vater. einen patriarchen. einen vatervater. einen muttervater. zwei schwiegerväter. zwei bruderväter. einige schwagerväter. und freunde die sich väter nennen. eine litanei aus vaterschaften die irgendwann einmal aufgeschrieben werden muss. weil alles aus den fugen gerät. denn der patriarch ist tot. und wir alle sind es ihm schuldig geblieben angemessen auf sein hinscheiden zu reagieren. jeder und jede hat sich auf seine weise damit abgefunden das es kein zurück mehr gibt in den zorn und die liebe und die freude die uns mit ihm verband. kaum unter der erde hat die verehrung begonnen. selbst ich bin davor nicht gefeit. doch der patriarch war ja nicht nur ein vater sondern auch ein kind seiner zeit. er irrte wie wir alle verloren durch die welt bis er seine frau fand die keinen anderen anspruch hatte als mutter zu sein. für die kinder die sie ihm geboren hatte. und ich schreibe an der geshcichte des patriarchen so als würde ich sie kennen. und doch wird sie am ende genauso fremd anmuten wie jede andere geschichte die nichts weiter als die fremdheit der eigenen existenz spiegelt.